Lettland und Deutschland stärken Europas digitale Resilienz
Am 26. Mai 2026 fand in der Botschaft der Republik Lettland in Deutschland das Forum „Building Europe’s Digital Future: Trust, Governance & Resilience“ statt. Rund 60 Vertreterinnen und Vertreter des öffentlichen und privaten Sektors aus Lettland und Deutschland kamen zusammen. Ziel des Forums war es, den Austausch über die digitale Entwicklung Europas, Cybersicherheit, staatliche Resilienz sowie die Weiterentwicklung vertrauenswürdiger digitaler öffentlicher Dienstleistungen zu fördern. Gleichzeitig wurde Lettlands Profil als Vorreiter digitaler Innovation gestärkt und die langfristige Zusammenarbeit zwischen Lettland und Deutschland weiter ausgebaut.
Die Veranstaltung wurde eröffnet von der lettischen Botschafterin in Deutschland, I.E. Frau Alda Vanaga, dem Minister für Smart Administration und regionale Entwicklung der Republik Lettland, Herrn Raimonds Čudars, dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung, Herrn Thomas Jarzombek (CDU), sowie dem Bundestagsabgeordneten Herrn Dr. Moritz Heuberger (Bündnis 90/Die Grünen).
In ihren Ansprachen betonten die Vertreterinnen und Vertreter die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit der europäischen Staaten, um die Widerstandsfähigkeit gegenüber Cyberbedrohungen zu stärken und gleichzeitig moderne, effiziente und bürgernahe digitale Dienstleistungen weiterzuentwickeln. Die Diskussionsteilnehmer hoben hervor, dass eine erfolgreiche digitale Transformation klare Ziele, politischen Willen und eine hochwertige Kommunikation mit der Gesellschaft erfordert.
Besondere Aufmerksamkeit galt den Themen Cybersicherheit und Betriebskontinuität. Dabei wurde die Fähigkeit der Staaten hervorgehoben, auch in potenziellen Krisensituationen und während Cyberangriffen handlungs- und funktionsfähig zu bleiben.
An dem Forum nahmen außerdem mehrere führende lettische Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) teil und berichteten über ihre Erfahrungen: Tilde, LMT, Tet, RixMind, TestDevLab sowie der Lettische IT-Cluster und das Zentrum für Künstliche Intelligenz. Als besonderer Partner der Veranstaltung ermöglichte Tilde den Teilnehmenden, ein in Lettland entwickeltes Konferenzübersetzungstool zu testen.
In den Diskussionen wurde Lettland als pragmatisches, innovatives und schnell reagierendes Land beschrieben, während die Erfahrungen Deutschlands insbesondere im Hinblick auf Skalierung und zielgerichtete Entwicklung hervorgehoben wurden. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass die Kombination der Kenntnisse und Stärken beider Länder die Entwicklung innovativer Lösungen von Weltklasse ermöglichen kann, die die Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstum Europas insgesamt fördern.
Anschließend besuchte die lettische Delegation den Digitalisierungskongress Nørd 2026 in Rostock. Im Mittelpunkt des diesjährigen Kongresses standen digitale Innovationen aus Lettland, welches als Partnerland des Kongresses auftrat. Darüber hinaus besuchten lettische Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Regierungsvertreter das Bundesland Schleswig-Holstein. In Kiel trafen sie sich mit dem Digitalisierungsminister und Vertretern des IKT-Ökosystems, um weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu erörtern.
Das Forum wurde von der Botschaft der Republik Lettland in Deutschland in Zusammenarbeit mit der Lettischen Investitions- und Wirtschaftsförderungsagentur (LIAA), dem Unternehmen Tilde sowie deutschen Partnern organisiert. Es knüpft an das erfolgreiche Forum „Lettisch-Deutsche Synergie: Wegbereiter der Digitalen Transformation“ an, dass 2024 von der Botschaft unter der Schirmherrschaft des lettischen Staatspräsidenten, Herrn Edgars Rinkēvičs, durchgeführt wurde.

